My Hero Academia: All's Justice

PlayStation 5

Am 06. Februar 2026 erschien das Kampfspiel des Entwicklers Byking Inc. und Publishers Bandai Namco Entertainment Inc., bei dem du spannende 3-gegen-3-Kämpfe, Heldentraining und den entscheidenden finalen Krieg erleben kannst. In meiner PS5 Review erzähle ich dir mehr. 

Story und Handlung:

Das Spiel adaptiert die letzten Kapitel des Animes, die sich auf den finalen Kampf zwischen den Bösewichten und Helden im Allgemeinen konzentrieren, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der dramatischen Entwicklung der Erstsemesterstudenten der U.A. Academy liegt. Die Geschichte wird anhand von sieben verschiedenen Handlungssträngen präsentiert, wobei besonders auffällt, dass sie sich nicht nur auf die Wege der Helden konzentriert, sondern einen ganzen Handlungsstrang einem der narrativen Hauptfiguren, Shigaraki, widmet, wodurch du die Möglichkeit erhältst, Ereignisse aus mehr als einer Perspektive zu betrachten und ein tieferes Verständnis für die Motivationen der Charaktere zu entwickeln. Die Ereignisse der Geschichte sind unterteilt in epische Schlachten und Story-Segmente, die in einem animeähnlichen Stil gestaltet sind. Einige Ereignisse litten jedoch unter einer mäßigen Erzählqualität, da sie sich auf Sprachaufnahmen in Verbindung mit einer Reihe von Standbildern stützten, um die Szene zu beschreiben, anstatt sie auf vollständig filmische Weise darzustellen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den Story-Modus für diejenigen auszuprobieren, die den Anime bereits gesehen haben, da er das beste Erlebnis zum Verständnis der Ereignisse bietet, zumal das Spiel nicht alle erzählerischen Details vollständig zur Geltung bringt.

Gameplay und Kampfmechanik

Das Gameplay basiert auf schnellen, actionreichen Kämpfen in zerstörbaren Arenen, die klar von den bekanntesten Anime-Konfrontationen inspiriert sind und stark auf Tempo sowie visuelles Spektakel setzen. Mit rund 68 spielbaren Charakteren bietet dieser Teil die bislang größte Auswahl der Serie, wobei jede Figur über eigene Fähigkeiten und Eigenschaften verfügt, die sich spürbar auf das Spielgefühl auswirken. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Möglichkeit, sich außerhalb der Kämpfe in einer kleinen offenen Welt zu bewegen – ein Feature, das früheren Teilen fehlte und die Monotonie reiner Arenakämpfe auflockert. Dadurch erhältst du einen besseren Eindruck vom Alltag und den Aufgaben der Helden. Weniger gelungen ist hingegen das Kamerasystem im Story-Modus, das im Vergleich zum Erkundungsmodus deutlich eingeschränkter ist und die Kamera auf einen einzelnen Charakter fixiert. Diese Designentscheidung wirkt überraschend und nimmt den Kämpfen ein Stück Flexibilität, die dem Gameplay insgesamt gutgetan hätte.

Spielmodi und Free-Roaming

Beim Spielstart findest du dich mit Medorias Charakter in einem offenen Raum wieder, der als zentrale Schaltstelle dient. Um dich herum befinden sich mehrere Figuren, die jeweils Zugang zu unterschiedlichen Menüs und Spielmodi bieten. Alternativ kannst du Medorias Telefon nutzen, um direkt zwischen den Modi zu wechseln, ohne den Raum durchqueren zu müssen. Zur Auswahl stehen unter anderem der Story-Modus als erzählerische Hauptkampagne sowie der freie Kampfmodus, in dem du lokal oder online antreten und die Kampfregeln individuell anpassen kannst. Ergänzt werden diese Modi durch den Free-Roam-Modus mit Team-Missionen, den Archiv-Modus und den Helden-Memoiren-Modus. Der Free-Roam-Modus spielt in einer von künstlicher Intelligenz generierten Welt, in der Helden trainiert und auf unterschiedliche Vorfälle vorbereitet werden. Du kannst dich frei bewegen, bis zu 20 verschiedene Charaktere steuern und unterwegs neue Teammitglieder rekrutieren. Diese unterstützen dich nicht nur dabei, bessere Bewertungen bei Missionen zu erzielen, sondern können auch eigenständig Aufgaben übernehmen, was dem Gameplay eine zusätzliche taktische Ebene verleiht. Neben klassischen Rettungsmissionen erwarten dich auch spezielle Kampfszenarien und Herausforderungen, bei denen du mit bestimmten Charakteren Zielpunkte erreichen und ihre individuellen Bewegungsstile meistern musst. Die enge Verzahnung dieses Modus mit dem Archiv- und dem Helden-Memoiren-Modus erweist sich als kluge Designentscheidung, da sie Spieler dazu motiviert, alle Inhalte zu erkunden. Im Archiv schaltest du ikonische Kämpfe aus früheren Ereignissen frei, während du in den Helden-Memoiren nach und nach tiefere Einblicke in die persönlichen Geschichten der Figuren erhältst.

Performance, Grafik und Sound:

Das System bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Charakteranpassung, angefangen bei den Outfits der einzelnen Charaktere bis hin zur Möglichkeit, die Sprachkommentare zu ändern, die du vom Charakterauswahlfenster bis zu den Kampfszenen begleiten. Und damit nicht genug: Du kannst für jeden Charakter ein spezielles Logo anpassen und Phrasen und Rahmen hinzufügen, die von ihren Eigenschaften und Fähigkeiten inspiriert sind. My Hero Academia: All's Justice läuft auf der PlayStation 5 insgesamt solide und profitiert spürbar von der stärkeren Hardware, auch wenn es technisch kein Quantensprung ist. In Sachen Performance präsentiert sich das Spiel größtenteils stabil. Die Bildrate bleibt in Kämpfen meist flüssig, selbst wenn mehrere Effekte, Spezialattacken und Partikel gleichzeitig auf dem Bildschirm zu sehen sind. Ladezeiten fallen auf der PS5 angenehm kurz aus, was besonders beim Wechsel zwischen Menüs und Kämpfen positiv auffällt. Vereinzelt kann es in sehr effektlastigen Momenten zu kurzen Einbrüchen kommen, diese stören den Spielfluss jedoch kaum. Die Grafik orientiert sich stark am Anime-Stil und setzt auf klare Farben, starke Kontraste und dynamische Effekte. Charaktermodelle sind detailliert gestaltet und treffen die Vorlage gut, während Spezialattacken visuell wirkungsvoll inszeniert sind. Umgebungen bleiben dagegen eher schlicht und funktional, erfüllen aber ihren Zweck als Kampfarenen. Insgesamt sieht das Spiel sauber und stilgetreu aus, ohne technisch besonders anspruchsvoll zu sein. Der Sound gehört zu den stärkeren Aspekten der PS5-Version. Effekte bei Treffern, Quirks und Ultimate-Attacken sind wuchtig und vermitteln ordentlich Druck. Die Musik unterstützt die Kämpfe mit energiegeladenen Tracks, die gut zur Anime-Atmosphäre passen. Sprachvertonung und Soundeffekte fügen sich stimmig ein und tragen dazu bei, dass sich die Kämpfe dynamisch und intensiv anfühlen.

Trailer:


Fazit

My Hero Academia: All’s Justice markiert den bislang größten Entwicklungsschritt der Serie. Mit seinem offeneren Spielstil und der neu gewonnenen Freiheit behebt es viele Einschränkungen früherer Teile und setzt spürbar neue Akzente. Die umfangreichste Charakterauswahl der Reihe sowie abwechslungsreiche Nebeninhalte unterstreichen diesen Fortschritt zusätzlich. Trotz weiterhin vorhandener Schwächen, etwa einer eher zurückhaltenden Erzählweise und vergleichsweise simplen Kämpfen, präsentiert sich das Spiel als der bislang vollständigste und stimmigste Abschluss der Heldenreise.


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