
Am 30. Januar 2026 erschien das Survival-Horror-Spiel des Entwicklers Saikat Deb und Publishers SOEDESCO, bei dem du Geheimnisse dieser Welt erkundest und ums Überleben kämpfst. In meiner Review erzähle ich dir mehr.
Story und Handlung:
Die Story steht klar am Anfang und bildet das Zentrum von The 9th Charnel. Du betrittst einen Ort, der weniger real wirkt als vielmehr wie ein Manifest aus Schuld, Tod und verdrängten Erinnerungen. Was genau dieser Ort ist und welche Rolle du darin spielst, wird dir nicht offen erklärt. Die Handlung entfaltet sich fragmentarisch über Umgebungen, kurze Texte, Symbole und wiederkehrende Motive. Themen wie Vergänglichkeit, Bestrafung und innere Zerrissenheit ziehen sich durch das gesamte Spiel. Die Geschichte verlangt Aufmerksamkeit und Interpretationsbereitschaft, denn klare Antworten gibt es kaum. Wenn du bereit bist, zwischen den Zeilen zu lesen, entsteht eine bedrückende, nachwirkende Erzählung.

Gameplay:
Spielerisch ist The 9th Charnel stark reduziert und ordnet sich klar der Atmosphäre unter. Du bewegst dich durch verschiedene Areale, erkundest Räume, interagierst mit ausgewählten Objekten und löst einfache Aufgaben, um voranzukommen. Kämpfe oder komplexe Mechaniken gibt es nicht. Das Gameplay lebt vom langsamen Tempo und davon, dass du dich unsicher und beobachtet fühlst. Mechanisch ist alles funktional, bietet aber wenig Abwechslung. Wer klassisches Gameplay sucht, wird hier schnell an Grenzen stoßen, wer narrative Horror-Erfahrungen mag, dürfte sich gut darauf einlassen können. Das Spiel überzeugt vor allem durch seine Atmosphäre und Konsequenz. Story, Sound und visuelle Gestaltung greifen gut ineinander und erzeugen ein starkes Gefühl von Beklemmung. Der Mut, vieles offen zu lassen und nicht alles zu erklären, passt gut zur psychologischen Ausrichtung. Spielerisch bleibt The 9th Charnel sehr simpel. Die Interaktionen sind begrenzt und können sich schnell wiederholen. Auch die Story ist stark interpretationsabhängig, was nicht jeden Spieler abholen dürfte. Technisch und grafisch bewegt sich das Spiel klar im Indie-Bereich.Grafik und Sound:
Grafisch setzt das Spiel auf einen dunklen, oft sehr rohen Stil. Die Umgebungen sind bewusst karg gehalten und wirken teilweise surreal oder verstörend. Licht, Schatten und Perspektiven werden gezielt eingesetzt, um Unbehagen zu erzeugen. Technisch ist die Präsentation eher einfach, doch genau diese Unschärfe und Unvollkommenheit passt gut zum Thema. Hochwertige Details stehen nicht im Fokus, sondern Wirkung und Stimmung.Der Sound ist eine der größten Stärken von The 9th Charnel. Unruhige Geräusche, verzerrte Klänge, entfernte Stimmen und lange Phasen der Stille sorgen für konstante Spannung. Musik wird nur sehr sparsam eingesetzt, wodurch einzelne akustische Momente besonders intensiv wirken. Mit Kopfhörern entfaltet das Spiel seine volle Wirkung und kann stellenweise sehr unangenehm werden – im positiven Sinne für Horror-Fans.

Trailer:





