
Am 12. Januar 2026 erschien die Simulation des Entwicklers Brigada Games und Publishers Devolver Digital als Early-Access-Version, bei der du Überlebende nach Krankheiten untersuchst. In meiner Review erzähle ich dir mehr.
Entscheide, wer gerettet wird
Quarantine Zone: The Last Check ist ein PC-Spiel, das stark auf Atmosphäre, Entscheidungsdruck und Wiederholung setzt. Es verbindet Simulationselemente mit leichtem Survival und legt den Fokus klar auf Kontrolle, Verantwortung und Konsequenzen. Du arbeitest an einem Kontrollpunkt und entscheidest darüber, wer eine Sicherheitszone betreten darf, wer in die Quarantäne geschickt wird – und in manchen Fällen auch, wer eliminiert werden muss. Action steht dabei nicht im Vordergrund, vielmehr geht es um genaues Beobachten, Abwägen von Informationen und das Treffen schwieriger Entscheidungen, die sich direkt auf den weiteren Spielverlauf auswirken. Die Early-Access-Version bietet dir bereits einen Kampagnenmodus mit mehreren möglichen Enden, die sich aus deinen Entscheidungen und deinem Vorgehen ergeben. Zusätzlich gibt es einen Endlosmodus, in dem der Fokus weniger auf erzählerischen Konsequenzen liegt, sondern auf dem möglichst langen Aufrechterhalten der Kontrolle über den Kontrollpunkt. Beide Modi sorgen für Abwechslung und geben dem Spiel trotz der noch unfertigen Early-Access-Struktur eine gewisse Langzeitmotivation.

Wiederholungen sind ein fester Bestandteil
Das Gameplay besteht hauptsächlich aus dem Prüfen von Personen, Dokumenten und äußeren Anzeichen. Jede Begegnung verlangt Aufmerksamkeit, denn kleine Details können entscheidend sein. Symptome, widersprüchliche Angaben oder subtile Hinweise müssen erkannt und richtig eingeordnet werden. Fehler haben direkte Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf, was eine konstante Grundspannung erzeugt. Das Spieltempo ist bewusst ruhig gehalten, wodurch sich der Fokus klar auf Entscheidungen und Genauigkeit legt. Wiederholungen sind ein fester Bestandteil des Konzepts, wirken aber durch wechselnde Situationen und Zufälle meist sinnvoll eingebettet. Seit den neuesten Patches hat sich die Spielerfahrung spürbar verbessert. Mehrere kleinere Bugs, die zuvor Abläufe unterbrochen oder Entscheidungen unklar gemacht haben, wurden behoben. Auch die Benutzeroberfläche wirkt inzwischen aufgeräumter und verständlicher, was gerade bei längeren Spielsessions hilft. Zudem wurden Reaktionszeiten und Abläufe leicht angepasst, sodass sich das Prüfen von Personen insgesamt flüssiger anfühlt. Technisch läuft das Spiel nun stabiler, mit weniger Rucklern und kürzeren Ladezeiten als zu Release.Einige Änderungen zur Demo
Wenn du damals die Demo gespielt hast, wirst du einige Veränderungen bemerken, wobei nicht jede davon zwingend positiv ausfällt. So wurde zum Beispiel Schluckauf als Diagnose beziehungsweise als Hinweis auf eine Infizierung entfernt, was die Einschätzung einzelner Personen etwas vereinfacht, aber auch weniger abwechslungsreich macht. Außerdem musst du keine Nahrung, Erste-Hilfe-Koffer oder Benzin mehr physisch in die Sicherheitszone bringen. Diese Versorgung wird nun komplett über ein Menü geregelt, in dem du die Bestände einfach wieder auffüllst. Das spart Zeit, nimmt dem Spiel aber auch einen Teil seiner vorherigen Handarbeit und Immersion. Neu hinzugekommen ist dafür die Möglichkeit, Zombies in Käfige zu sperren und sie mit den Leichen eliminierter Personen zu füttern. Diese Mechanik bringt eine zusätzliche, deutlich düsterere Ebene ins Spiel, bleibt jedoch begrenzt, da die gefangenen Zombies nach etwa zwei Tagen wieder verschwinden und somit kein dauerhaftes System entsteht. Da das Spiel sich derzeit in der Early Access Version befindet, kann es sein, dass diese mechaniken später mit einem Patch wieder eingefügt werden, aber derzeit sind sie nicht mehr bestandteil des Spiels. Da sich das Spiel derzeit noch in der Early-Access-Phase befindet, ist nicht ausgeschlossen, dass einige der entfernten Mechaniken mit späteren Patches wieder zurückkehren. Aktuell sind sie jedoch kein Bestandteil des Spiels und verändern den Ablauf spürbar. Zusätzlich fallen einige Fehler bei der Übersetzung auf. Bei Nebenaufgaben kommt es zum Beispiel regelmäßig zu widersprüchlichen Angaben: In der ausführlichen Beschreibung wirst du aufgefordert, einer bestimmten Person ein Buch zu beschlagnahmen, während direkt darunter als konkretes Ziel plötzlich ein Schokoriegel genannt wird. Dieser Fehler tritt jedes Mal auf und kann gerade zu Beginn für Verwirrung sorgen.

Grafik und Sound:
Inhaltlich erzählt das Spiel keine klassische Geschichte, sondern lässt die Welt und ihre Regeln durch das Gameplay sprechen. Moralische Fragen entstehen ganz nebenbei, wenn man zwischen Sicherheit, Mitgefühl und Pflicht abwägen muss. Gerade dieser unterschwellige Druck ist eine der größten Stärken des Spiels. Gleichzeitig kann genau dieser Ansatz auch zur Schwäche werden, denn wer klare Ziele, Abwechslung oder erzählerische Tiefe erwartet, könnte das Spiel auf Dauer als zu monoton empfinden. Grafisch bleibt Quarantine Zone: The Last Check eher schlicht, erfüllt aber seinen Zweck. Die Umgebungen sind funktional gestaltet und vermitteln eine kühle, angespannte Stimmung, ohne besonders detailliert zu sein. Charaktermodelle und Animationen sind einfach gehalten, transportieren aber ausreichend Informationen, um Entscheidungen treffen zu können. Der Fokus liegt klar auf Lesbarkeit statt visueller Opulenz. Der Sound unterstützt die Atmosphäre gut, bleibt meist im Hintergrund und verstärkt das Gefühl von Isolation und Unsicherheit, ohne sich aufzudrängen.Trailer:





