Apartment No 129

PlayStation 5

Am 03. August 2024 erschien das Horrorspiel des Entwicklers und Publishers Dead Witness, bei dem du um jeden Preis am Leben bleiben musst. Am 16. Januar 2026 erschien das Spiel zudem auf Konsolen. In meiner Review erzähle ich dir mehr.

Story und Handlung:

Apartment No 129 ist ein kurzes Indie-Horrorspiel, das stark auf Atmosphäre, psychologisches Unbehagen und subtile Veränderungen setzt. Statt auf Action oder klassische Schockeffekte konzentriert sich das Spiel darauf, den Spieler langsam zu verunsichern und ein stetig wachsendes Gefühl von Beklemmung aufzubauen. Dieser Ansatz passt gut zum Setting und funktioniert über weite Strecken überzeugend. Du befindest dich fast ausschließlich in einem Apartment, das zunächst völlig normal wirkt. Genau hier setzt die Stärke des Spiels an: Kleine Details verändern sich schleichend, Geräusche wirken plötzlich fehl am Platz und scheinbar banale Situationen bekommen eine bedrohliche Note. Das Spiel verlässt sich darauf, dass du aufmerksam bist und Veränderungen selbst wahrnimmst, anstatt sie dir offen zu präsentieren. Dadurch entsteht eine konstante Spannung, die weniger auf Angst, sondern mehr auf Unruhe abzielt.

Gameplay, Grafik und Sound:

Das Gameplay ist sehr simpel gehalten. Du bewegst dich durch die Wohnung, interagierst mit wenigen Objekten und beobachtest deine Umgebung. Komplexe Rätsel oder anspruchsvolle Mechaniken gibt es nicht, was sowohl Stärke als auch Schwäche ist. Einerseits unterstützt diese Einfachheit den atmosphärischen Fokus, andererseits fühlt sich das Spiel dadurch stellenweise eher wie eine interaktive Erfahrung als wie ein klassisches Videospiel an. Grafisch bleibt Apartment No 129 bewusst realistisch und unspektakulär. Die Wohnung wirkt alltäglich, fast langweilig – was dem Horror zugutekommt. Licht, Schatten und kleine visuelle Störungen werden gezielt eingesetzt, um das Gefühl zu erzeugen, dass etwas nicht stimmt. Technisch läuft das Spiel in der Regel stabil, auch wenn kleinere Unsauberkeiten und einfache Animationen nicht zu übersehen sind. Der Sound spielt eine zentrale Rolle. Knarzende Geräusche, entfernte Klänge und lange Phasen der Stille tragen maßgeblich zur Atmosphäre bei. Es gibt kaum Musik, wodurch jedes Geräusch an Bedeutung gewinnt. Die Erzählung bleibt bewusst offen und fragmentiert. Das Spiel erklärt wenig und lässt viel Raum für Interpretation, was gut zur psychologischen Ausrichtung passt, aber nicht jeden Spieler zufriedenstellen dürfte.

Trailer:

 


Fazit

Apartment No 129 ist kein Spiel für alle, sondern richtet sich klar an Fans von langsamem, atmosphärischem Horror. Wer Geduld mitbringt, aufmerksam spielt und sich auf subtile Spannung einlassen kann, bekommt ein intensives, wenn auch kurzes Erlebnis. Spieler, die klare Handlung, Abwechslung oder spielerische Tiefe erwarten, könnten sich hingegen schnell unterfordert fühlen


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