Ancient Farm

PC, Shadow PC

Am 08. Januar 2026 erschien die Landwirtschaftssimulation des Entwicklers A2 Softworks und Publishers Ultimate Games S.A., PlayWay S.A. und Ultimate Publishing, bei dem du deine Farm und Viehzucht betreiben musst. In meiner Review erzähle ich dir mehr.

 

Story und Handlung:

Sobald man das Spiel startet und in die antike Wüstenwelt eintaucht, die deutlich an das Tal des Nils erinnert, wird man von einem der umfangreichsten Tutorials empfangen, die ich bisher erlebt habe – allerdings im positiven Sinne. Das Tutorial ist äußerst sorgfältig und detailliert aufgebaut und vermittelt Schritt für Schritt nahezu alle relevanten Spielmechaniken. Nach dessen Abschluss ist man auf sich allein gestellt, verfügt jedoch über ein solides Fundament, um die Herausforderungen des Spiels eigenständig zu meistern. Das übergeordnete Ziel besteht im Bau eines Tempels, wobei der Weg dorthin vollständig der eigenen Spielweise überlassen bleibt. Zu beachten ist jedoch, dass dieses Vorhaben erhebliche Mengen an Rohstoffen sowie finanzielle Mittel erfordert, die nur durch langfristige Planung und kontinuierlichen Aufbau erwirtschaftet werden können. Wichtig dabei: Der Tempelbau markiert nicht das Ende des Spiels. Auch danach bietet Ancient Farm weiterhin die Möglichkeit, das eigene landwirtschaftliche Imperium auszubauen und stetig weiterzuentwickeln.

Jahreszeiten spielen eine Rolle, ändern sich visuell jedoch nicht

Es überrascht kaum, dass die Landwirtschaft – und in etwas geringerem Umfang auch die Tierhaltung – das fundamentale Kernstück des Spiels bildet. Vereinfacht dargestellt besteht die zentrale Aufgabe darin, das Land für die Aussaat vorzubereiten, Feldfrüchte anzubauen, diese kontinuierlich zu pflegen und schließlich zum optimalen Zeitpunkt zu ernten. Die gewonnenen Erträge lassen sich entweder direkt an Händler verkaufen oder zu weiterverarbeiteten Produkten wie Brot, Papyrus oder Hanffasern veredeln, die einen höheren wirtschaftlichen Nutzen bieten. Die erzielten Einnahmen dienen wiederum dem Erwerb neuer Samen, Tiere, Werkzeuge und Baupläne. Die Pflanzenpflege erfordert dabei regelmäßige Bewässerung und Düngung sowie eine präzise zeitliche Planung der Ernte. Eine besondere Rolle spielen die drei Jahreszeiten, da nicht jede Pflanze unter allen Bedingungen gedeiht. Eine falsche Pflanzzeit führt unweigerlich zum Absterben der Pflanzen, wodurch eine vorausschauende Organisation des Arbeitszyklus unerlässlich wird. Bedauerlich ist lediglich, dass sich die wechselnden Jahreszeiten nicht visuell in der Spielwelt widerspiegeln. Die Tierhaltung folgt einem vergleichbar strukturierten Prinzip. Tiere müssen kontinuierlich mit Futter und Wasser versorgt werden und können – zum passenden Zeitpunkt – geschlachtet und zu Fleisch oder weiteren Rohstoffen wie Wolle verarbeitet werden. Allerdings erfüllen nicht alle Tiere ausschließlich eine ressourcenbasierte Funktion: Einige, etwa Ochsen, lassen sich vor landwirtschaftliche Geräte spannen und übernehmen Aufgaben wie das Pflügen der Felder, wodurch sie einen zusätzlichen spielmechanischen Mehrwert bieten.

Der Händler kommt zur beginn jeder Jahreszeit

Um den eigenen Fortschritt voranzutreiben und neue Waren auf den Markt zu bringen, ist der Bau spezialisierter Gebäude unerlässlich. Hierfür werden sowohl entsprechende Rohstoffe als auch ausreichend freie Bauflächen benötigt. Diese beiden Faktoren greifen dabei sinnvoll ineinander: Mit den passenden Werkzeugen lassen sich Wälder roden, Steine entfernen und Grasflächen mähen, wobei sämtliche gewonnenen Ressourcen sowohl für den Bau von Gebäuden als auch für die Herstellung von Werkzeugen Verwendung finden. In den errichteten Produktionsgebäuden können die zuvor geernteten Erzeugnisse weiterverarbeitet und nach mehreren Verarbeitungsschritten zu neuen Waren wie Olivenöl oder Brot veredelt werden. Zu Beginn jeder Jahreszeit erscheint zudem ein Händler in der Nähe der Siedlung und verbleibt dort für einen begrenzten Zeitraum. Bei ihm lassen sich sowohl selbst angebaute als auch hergestellte Produkte verkaufen. Gleichzeitig dient er als zentrale Anlaufstelle für den Erwerb von Samen, Tieren und weiteren essenziellen Gütern. Das Wirtschaftssystem präsentiert sich insgesamt sehr ausgewogen. Zu keinem Zeitpunkt entsteht der Eindruck, dass Einnahmen unverhältnismäßig niedrig oder übermäßig hoch ausfallen oder Preisstrukturen unausgegoren wirken. Stattdessen vermittelt das Spiel nachvollziehbar, dass höhere Gewinne mit einem gesteigerten Zeit- und Arbeitsaufwand einhergehen, da die Herstellung komplexerer Produkte entsprechend lukrativer vergütet wird.

Trailer:

 


Fazit

Ancient Farm ist ein einzelspieler-Farming- und Lebenssimulationsspiel, das dich als Bauer ins alte Ägypten versetzt – ohne moderne Technik, nur mit einfachen Werkzeugen und viel Handarbeit. Du startest mit einem unbebaubaren Stück Land, musst es roden, bewässern, bepflanzen und ernten sowie Tiere halten, Ressourcen sammeln, herstellen und deine Siedlung nach und nach ausbauen. Dabei spielt wirtschaftliches Denken, kluge Planung der Felder und der Umgang mit den begrenzten Mitteln eine große Rolle. Das Spiel bietet eine große Auswahl an Feldfrüchten, Tieren und Werkzeugen, eine optisch stimmige Welt, und belohnt geduldiges, entschleunigtes Gameplay – es richtet sich eher an Fans von ruhigen, detaillierten Landwirtschaftssimulationen als an Action- oder schnelle Aufbau-Spieler.


Kommentare: Not available!