Children of Silentown

PC
Emotionale und schöne Story, die zu Tränen rührt.

Spieler des Point and Click Genres, sollten sich das neuste Spiel der Entwickler  Elf Games und Luna2 Studio genauer ansehen, die zusammen mit Publisher Daedalic Entertainment ihr Spiel am 11-01-2023 veröffentlichten. Ich habe mir das Spiel auf dem PC angesehen und kannte bereits die Steam Fest Demo. Was euch erwartet und wie es mir gefallen hat, möchte ich euch nun erzählen.

Story und Handlung:

In einer Welt, die von Angst und Monstergeschichten heimgesucht wird, gibt es keine Rettung, keine Hoffnung und auch kein Glück. Du schlüpfst in die Rolle von Lucy, einem Mädchen, dass nachts permanent Albträume hat oder vom Brüllen der Monster geweckt wird, die im Dorf nach Opfer suchen, die sich nicht an Regeln halten. Als Lucy kannst du das Dorf, Silentown, frei erkunden, mit deinen Freunden Verstecken spielen, deiner Mutter beim Kochen helfen und so manch andere „verbotene“ Dinge erledigen, die aber Notwendig sind. Die Story ist sehr interessant und herzergreifend. Insgesamt gibt es vier Enden, die man jedoch nur dann entdeckt, wenn man aktuell das Spiel viermal komplett beendet. Es gibt keine Auswahl der Kapitel, ist man mit der Story durch, startet ein Neues Spiel+, das sich jedoch nicht unterscheidet. Hier hoffe ich noch auf eine bessere Lösung seitens der Entwickler, da sich drei von vier Enden schon beim ersten Durchspielen im Prinzip ansehen lassen (man trifft am Ende die Wahl, welchen Song man spielen möchte, die ersten drei Songs sind nicht verpassbar), beim vierten Ende werden dann alle Noten benötigt, die man dann im zweiten Durchlauf finden kann, wenn man diese nicht schon gesammelt hat.  

Diverse Rätsel erwarten dich

Typisch für Point and Click Spiele sind natürlich diverse Rätsel und ja, auch in Children of Silentown dürft ihr Objekte benutzen oder kombinieren. Sonderlich viele Rätsel gibt es aber nicht. Gerade zu beginn werdet ihr viel mehr mit dem Knopf- und Mühlenrätsel konfrontiert, die mit etwas ausprobieren, kein Problem darstellen sollten. Im Knopfrätsel müsst ihr Knöpfe zusammen nähen um den Weg in die zerbrochenen Erinnerungen der einzelnen Dorfbewohner zu gelangen, woraufhin sie etwas freundlicher werden und auch einige geheimnisse offenbaren. Im Mühlenrätsel müsst ihr dagegen einen Weg finden um das Wasser in die Tore fließen zu lassen. Etwas Später wird dieses Rätsel durch rote Ranken, die nicht mit Wasser getroffen werden sollen, erschwert. Als letztes Rätsel erhaltet ihr ebenfalls recht Spät im Spiel noch das Augenrätsel, hier müsst ihr Licht ins Dunkle bringen, dürft dabei aber die Augen die angestrahlt werden, nicht erblinden. Die Rätsel sind gut gemacht, werden allerdings etwas repetitiv und können frustrieren, wenn man die Lösung nicht sofort findet. Hinweise gibt es keine und Überspringen der Rätsel ist ebenfalls nicht möglich.

Grafik und Sound:

Grafisch ist Children of Silentown sehr schön gelungen, klar die weißen Augen, die Fehlenden Hände und Füße sind sicher gewöhnungsbedürftig, passen aber zur Story und der Atmosphäre sehr gut, die man hier treffen möchte. Der Handgezeichnete Stil ist sehr schön und detailliert geworden, mir hat es großen Spaß gemacht, alles anzusehen. Noch schöner als die Grafik und das Gameplay ist der Soundtrack. Der sorgt nämlich für die richtige Atmosphäre und lässt die Story aufleben. Schade, dass man die Erzählstimme so wenig hört, die hat mich nämlich von der ersten Sekunde schon in den Bann gezogen, hier hätte ich so gerne mehr Passagen erlebt.

Trailer:


Fazit

Children of Silentown ist ein wunderschönes Point and Click Spiel geworden, die Story ist etwas verwirrend, einiges lässt sich aber mit dem weiteren Fortschritt oder der verschiedenen Enden erleuchten, jedoch bleiben viele wichtige Fragen offen. Das macht die Story, die mir unglaublich toll gefallen hat, aber nicht schlechter. Dennoch, hätte ich gerne mehr erfahren. Der Soundtrack und die handgezeichneten Grafiken haben mir besonders gut gefallen. Auch die späteren Rätsel im Wald haben mich gut unterhalten. Die Knopfrätsel waren ebenfalls gut, das Mühlenrätsel hat mich jedoch manchmal zum verzweifeln gebracht, vor allem als die roten Ranken in den Weg kamen. Für meinen ersten Durchlauf habe ich ca. 12 Stunden gebraucht, die Zeit variiert jedoch, da jeder die Rätsel schneller oder langsamer löst. Ein weiterer Durchlauf reduziert die Spielzeit dann enorm, ,da man ja weiß, was man machen muss. Dennoch finde ich es etwas doof, dass ich für vier Enden das Spiel viermal komplett durchspielen muss. So sehr mir das Spiel gefallen hat, aber viermal ohne Veränderung und ohne die Möglichkeit zu haben, Rätsel zu überspringen, ist dann doch etwas langweilig. Ich hoffe daher, dass zumindest eine Kapitelauswahl eingefügt wird oder der erste Durchgang nicht mit „Neues Game+“ überschrieben wird. Wer Point and Click Spiele mag, sollte sich Children of Silentown mal genauer ansehen, die Story ist wirklich sehr schön und auch die verschiedenen Enden (die ich mir dann bei YT angesehen habe), haben mir sehr gut gefallen, es lohnt sich auf alle Fälle mindestens ein- oder zweimal durchzuspielen.
Emotionale und schöne Story, die zu Tränen rührt.


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