SIFU

PlayStation 5, PC, GFN

Martial Art Fans bekommen endlich ein Spiel, bei dem Sie nicht nur im echten Kampftraining viel üben müssen um die Techniken perfekt zu beherrschen, sondern auch im Spiel selbst. Wie gut das den Entwicklern Sloclap gelungen ist, erfahrt ihr in meiner PC und PlayStation 5 Review.

Ein ganz großes danke geht an Yvonne, die es mir ermöglicht hat, diese Review überhaupt schreiben zu können.

Story und Handlung:

Die Story ist recht simple und einfach, viel Spoilern kann man nicht, dennoch sollt ihr euren Spaß noch daran haben, weshalb ich hier nur das nötige erzähle. Ihr tretet in die Fußstapfen eines weiblichen oder männlichem Charakter, dessen Meister (SIFU) ermordet wurde. Eure Lebensaufgabe ist es, die beteiligten und vor allem den Mörder zu besiegen und euren Meister zu rächen. Als Schauplatz dient euch das heutige China, in dem ihr über diverse Orte, die euch als Kapitel dienen,  maßen an Gegnern verkloppt und mehrere Boss besiegen müsst.

Jung, Alt oder Tod

In SIFU startet ihr mit 20 Jahren und könnt, je nach dem wie gut ihr seid, ein Alter von über 70 Jahren erreichen und die können schneller kommen als euch lieb ist, denn für jede Niederlage die ihr erleidet, werdet ihr Älter. Dies kann mal ein Jahr betragen oder sogar ganze fünf Jahre. Seid ihr sehr schlecht, weil ihr die Moves nicht geübt habt, oder eher Blockt statt ausweicht, könnte relative schnell die letzte Stunde für euch schlagen, denn ihr werdet nicht unendlich älter, sondern stirbt, je nach alter, Skills und Boni dementsprechend früher oder später. Aber keine Angst, das Spiel ist damit noch nicht zu ende, ihr müsst lediglich das gleiche Kapitel wieder von Anfang an spielen, statt vom letzten Speicherpunkt. Je älter ihr werdet, desto unterschiedliche Boni erhaltet ihr, die eurem Charakter Vor- und Nachteile geben, so werdet ihr bspw. immer Stärker aber steckt dafür weniger ein, je älter ihr werdet, desto schneller könnt ihr also Feinde besiegen oder selbst besiegt werden.

Üben und lernen

In eurem, nennen wir es Haus, steht ein Holz Dummy, den jeder Kampfsportler sicherlich bereits kennt, hier könnt ihr alle Moves trainieren und solltet dies auch wirklich tun, denn SIFU ist bock schwer. Egal ob im Schwierigkeitsmodus leicht oder schwer. Durch das Training könnt ihr alle Moves die ihr erlernt habt immer wieder üben, zudem lassen sich auch die Gegner einstellen, ähnlich wie bei anderen Kampfspielen, das heißt, ihr habt die Option, ob sich Gegner währen, stehen bleiben oder sogar in Mengen angreifen.  Im Spiel selbst, sammelt ihr ebenfalls Erfahrungen, wie diverse Gegner agieren, das heißt, auch spielerisch lernt ihr aus euren Fehlern, denn „Trial and Error“ gehört zum Gameplay dazu.

Tolles Artdesign

SIFU ist Grafisch ein Spiel, das man lieben muss, ich persönlich liebe den Art Stile, es erinnert stark an ein Gemälde. Die Hintergründe in den verschiedenen Level sind großartig und wirken realistisch. Die Bewegungen des Charakters und die Kampf-Moves sehen sehr gut aus und recht authentisch. Es macht Spaß die Knöpfe zu drücken und die Bewegungen zu sehen, gerade am Anfang kommt man vom Staunen nicht mehr raus. Die Musik, die Kulisse, alles ist atmosphärisch aufeinander abgestimmt.

PC und PS5 Version

Grafisch sind beide Versionen kaum voneinander zu unterscheiden, die PC Version erschien mir  aber etwas schärfer und die Schattierungen wurden besser umgesetzt, was vermutlich an der Auflösung liegt, da die PS5 Version eben nur in native 4K läuft und die PC Version True 4K. Zudem sind alle Objekte in der Weite nicht so schön dargestellt, was aktuell ein generelles Problem ist und auf die PS4 Version zurückzugreifen ist. Dafür gibt es zwei gute Vorteile auf der PS5, das wäre zum ersten die deutlich schnelleren Ladezeiten und als zweites die DualSense Steuerung, die optimal ins Spiel eingefügt wurde, es gibt sogar Geräusche am Controller zu hören, die ich wiederum nicht so gut empfand, da sie oft einfach zu laut waren wie bspw. Regen am Fenster. Ein weiterer Vorteil derzeit ist, dass die PS5 Version zudem so gut wie kein Mikrostottern enthält und die PC Version leider davon stark betroffen ist. Ansonsten FPS-Technisch, laufen beide Versionen mit stabilen 60 FPS, wobei am PC auch höhere FPS Zahlen erreicht werden können, allerdings nur schwankend.

GFN enthalten

Wer keinen Leistungsstarken PC besitzt aber keine Konsole hat, kann dank GFN (GeForce Now) auch SIFU streamen, dafür müsst ihr nur das Spiel kaufen. GFN bietet drei Optionen wovon eine kostenlos genutzt werden kann, aber ein Zeitlimit von max. einer Spielstunde bietet, danach wird das Game beendet und ihr könnt direkt erneut eine Spielsitzung  starten, Wartezeiten können allerdings vermehrt anfallen. Die anderen beiden Optionen sind kostenpflichtig und unterscheiden sich mit und ohne RTX 3080-Option. Habt ihr die 3080 RTX-Mitgliedschaft, könnt ihr SIFU mit bis zu 4K Streamen, ansonsten stehen euch lediglich 1080p zur Verfügung. Der weitere Vorteil an GFN ist, ihr seid nicht am Laptop angebunden, sondern könnt auch eure Games dann bspw. am Mobile Streamen oder am TV via App.

Trailer:

Live Action Trailer:

 


Fazit

Das Action-Beat-'em-up-Videospiel SIFU ist richtig, richtig gut und das nicht nur weil es Bock schwer ist und viel Übung und Fleiß benötigt, sondern weil es vom Artdesign einzigartig ist und wie ein modernes, lebendiges Gemälde wirkt. Das Gameplay ist komplex und animiert dazu, sich zu steigern und aus Fehlern zu lernen um seine Punkte zu verbessern, die tollen, auch wenn manchmal merkwürdig aussehenden Animationen, sehen teils sehr authentisch und realistisch aus, gut gefallen hat mir auch, dass man in der Gewaltdarstellung sich zurück gehalten hat, so können auch jüngere Martial Art Fans das Spiel genießen. Die Moves sehen stark aus und sorgen für den einen und anderen Wow-Effekt, den man von seinen Lieblings Kampffilmen kennt. Mit fünf Level wirkt SIFU zwar recht klein, aber man kann hier Stunden verbringen und kaum ein Spiel hat mir so viel Spaß gemacht, immer wieder dasselbe Level zu spielen, bis ich ohne einen Tod durchkam. Das coole zudem ist auch, dass man in allen Leveln Geheimnisse findet, die auch andere Wege freischalten, so bekommt man im dritten Gebiet eine Schlüsselkarte die im zweiten Gebiet einen Mini-Boss zugänglich macht. All das sorgt dafür, dass es einfach nicht langweilig wird. Da ich mit der EPIC Version extreme Probleme hatte und das Spiel ständig abstürzte, habe ich es mit GFN gezockt, das funktionierte super und sah auch gut aus, Input Lags habe ich kaum gespürt, alles lief Flüssig, dennoch würde ich SIFU tatsächlich auf der PS5 bevorzugen, da mir die DualSense Steuerung unglaublich zugesagt hat und das Spielerlebnis verändert. Zudem sind die Ladezeiten deutlich schneller und es gibt kein Mikrostottern wie am PC. Wer auf Kampfsportspiele steht und vor allem Martial Art liebt, sollte sich SIFU unbedingt holen. Das Spiel ist kurz aber bietet in meinen Augen mehr Spielspaß als so manch Triple-A Titel.


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