
Animalkind wirft dich in eine Welt, in der du nicht als klassischer Held unterwegs bist, sondern als Teil eines tierischen Ökosystems. Schon nach den ersten Minuten wird klar: Hier geht es weniger um feste Ziele oder lineare Progression, sondern um das Erleben, Beobachten und Eingreifen in eine lebendige Umgebung. Gleichzeitig merkt man sofort, dass sich das Spiel noch im Early Access befindet – mit all seinen Stärken, aber auch klaren Baustellen.
Offene Welt statt klarer Story
Eine klassische Story gibt es aktuell kaum. Animalkind setzt auf ein offenes Konzept, bei dem du deine eigenen Geschichten erlebst. Du bewegst dich durch verschiedene Gebiete, triffst auf andere Tiere und interagierst mit deiner Umgebung. Die „Handlung“ entsteht durch Situationen: Begegnungen, kleine Konflikte oder das Erkunden neuer Bereiche. Das kann sehr immersiv sein, weil du nicht geführt wirst. Gleichzeitig fehlt dadurch aber auch ein klarer roter Faden, der dich langfristig motiviert. Gerade im Early Access wirkt dieser Bereich noch unfertig. Hier ist deutlich Luft nach oben, etwa durch mehr Ereignisse, Quests oder erzählerische Elemente.

Gameplay mit viel Potenzial
Das Gameplay bildet das Herzstück von Animalkind. Du steuerst dein Tier, bewegst dich durch die Welt, suchst Ressourcen und reagierst auf andere Lebewesen. Dabei geht es um Überleben, Anpassung und Interaktion. Die Grundmechaniken funktionieren bereits gut. Bewegung, Erkundung und einfache Interaktionen greifen ineinander und vermitteln ein angenehmes Spielgefühl. Besonders spannend ist der Ansatz, dass du nicht einfach „gewinnen“ kannst, sondern Teil eines Systems bist. Allerdings zeigt sich hier auch deutlich der Early-Access-Status. Viele Systeme wirken noch unfertig oder nicht vollständig ausbalanciert. Wiederholungen schleichen sich schnell ein, und es fehlt an tiefergehenden Mechaniken, die langfristig motivieren. Was bleibt, ist ein solides Fundament. Du merkst, dass hier mehr geplant ist – es ist nur noch nicht komplett umgesetzt.
Stilvolle, aber noch rohe Grafik und Ruhiger, natürlicher Sound
Grafisch geht Animalkind einen eigenen Weg. Die Welt ist farbenfroh, teilweise stilisiert und setzt stärker auf Atmosphäre als auf Realismus. Tiere und Umgebungen sind klar erkennbar und haben ihren eigenen Charme. Gleichzeitig merkt man, dass noch Feinschliff fehlt. Animationen wirken stellenweise etwas steif, Details sind nicht überall ausgearbeitet und technische Unsauberkeiten können auftreten. Für ein Early-Access-Spiel ist das absolut im Rahmen, aber hier wird sich in Zukunft noch einiges tun müssen, um wirklich zu überzeugen. Der Sound passt gut zum Konzept. Naturgeräusche, Umgebungsklänge und dezente Musik sorgen für eine entspannte Grundstimmung. Besonders gelungen ist die Geräuschkulisse der Umgebung. Du hörst Wind, Tiere und kleine Details, die die Welt lebendig wirken lassen. Musik bleibt eher im Hintergrund und unterstützt die Atmosphäre, ohne sich aufzudrängen. Auch hier gilt: solide Basis, aber noch Luft nach oben, vor allem bei Abwechslung und Intensität.

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