Hunter's Moon: A Sovereign Syndicate Adventure

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Mit Hunter’s Moon: A Sovereign Syndicate Adventure kehrst du zurück in das alternative viktorianische London des Hauptspiels. Dieses Spin-off beziehungsweise narrative Zusatzabenteuer konzentriert sich stärker auf eine in sich geschlossene Geschichte und rückt eine neue Hauptfigur in den Mittelpunkt. Der Ton bleibt düster, sozialkritisch und von urbaner Melancholie geprägt – aber etwas fokussierter als im großen Original.

 

 

Story & Handlung – Jagd im Schatten der Gesellschaft

In Hunter’s Moon übernimmst du die Rolle einer Figur, die am Rand der Gesellschaft lebt und in einen mysteriösen Fall hineingezogen wird. Es geht um Verschwinden, geheime Abmachungen und dunkle Rituale, die sich in den ärmeren Vierteln Londons abspielen. Die Geschichte ist kompakter als im Hauptspiel, aber nicht weniger intensiv. Du wirst mit moralischen Entscheidungen konfrontiert, bei denen es selten klare Gewinner gibt. Das Spiel bleibt seinem erwachsenen Erzählton treu und behandelt Themen wie Loyalität, Gerechtigkeit und persönliche Verantwortung. Dialoge sind erneut das Herzstück. Du erfährst viel über die Welt durch Gespräche, Notizen und Begegnungen. Die Story wirkt persönlicher und direkter als im Hauptspiel, da sie sich stärker auf eine einzelne Handlung konzentriert.

Gameplay – Dialoge und Tarot-Entscheidungen

Spielerisch orientiert sich Hunter’s Moon stark an Sovereign Syndicate. Auch hier steht das dialogbasierte Rollenspiel im Vordergrund. Du interagierst mit Figuren, untersuchst Schauplätze und triffst Entscheidungen, die den Verlauf beeinflussen. Das bekannte Tarot-System kehrt zurück. Anstelle klassischer Würfelwürfe ziehst du Karten, die Erfolg oder Misserfolg bestimmen. Deine Werte und Fähigkeiten beeinflussen die Wahrscheinlichkeiten, wodurch das System weiterhin eine Mischung aus Strategie und Zufall darstellt. Kampf bleibt eher Nebensache. Der Fokus liegt klar auf Charakterentwicklung und Story. Durch die kompaktere Struktur wirkt das Erlebnis straffer, allerdings auch etwas weniger weitläufig als das Hauptspiel.

Grafik und Sound

Optisch bleibt das Spiel dem Stil des Universums treu. Isometrische Perspektive, nebelverhangene Straßen, Gaslaternen und industrielle Architektur dominieren das Bild. Die Umgebungen sind detailreich gestaltet und vermitteln erneut eine glaubwürdige, sozial gespaltene Stadt. Neue Schauplätze bringen visuelle Abwechslung, ohne das Grunddesign zu verändern. Technisch läuft das Spiel stabil und sauber. Es gibt keine großen grafischen Sprünge, aber auch keine auffälligen Schwächen. Der Soundtrack setzt wieder auf jazzige, melancholische Klänge, die perfekt zur Noir-Stimmung passen. Musik unterstreicht emotionale Momente und verstärkt die Spannung in ruhigeren Passagen. Soundeffekte bleiben dezent und unterstützen die Atmosphäre. Wie im Hauptspiel liegt der Fokus stärker auf Text und Stimmung als auf audiovisuellen Effekten.

Trailer


Fazit

Hunter’s Moon: A Sovereign Syndicate Adventure ist eine gelungene Erweiterung des Universums. Du bekommst eine kompakte, atmosphärische Geschichte mit bekannten Mechaniken und einem weiterhin starken Fokus auf Dialoge und moralische Entscheidungen. Das Spiel erfindet das Konzept nicht neu, sondern verfeinert es in einer konzentrierteren Form. Wenn du das Hauptspiel mochtest, wirst du hier eine stimmige Ergänzung finden. Für Neueinsteiger funktioniert es ebenfalls, bietet aber weniger Umfang als das Original.


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